AKKU-REVOLUTION VON TOSHIBA: 320 km in 6 Minuten

Während es zurzeit noch 20 bis 30 Minuten dauert, den Akku eines Elektroautos auf 80 Prozent aufzuladen, verspricht Toshiba für das Jahr 2019 große technologische Fortschritte: Das japanische Unternehmen hat angekündigt, einen noch leistungsfähigeren Akku entwickelt zu haben. Ein Prototyp von 50 Ah soll nach mehr als 5.000 Ladevorgängen immer noch 90 Prozent der ursprünglichen Kapazität haben. Die neue Batterie, deren Betriebssicherheit und lange Lebensdauer bereits sichergestellt werden konnte, werde in den kommenden Monaten noch getestet und weiter verbessert, bevor sie 2019 auf den Markt kommen soll.

Mit der neuen Super Charge Ion Battery (SCIB) wird es bald möglich sein, ein Elektroauto mit einer Reichweite von 320 km in nur 6 Minuten aufzuladen. Die Anode, die Toshiba zufolge statt der herkömmlichen Lithium-Ionen aus Titan-Niobioxid besteht, könne eine weitaus höhere Energiedichte erreichen und habe die zweifache Kapazität heutiger Akkus. Außerdem werde mithilfe der neuen Technologie das Überladungsrisiko vermindert, indem sich an der Anode während der Schnellladung weniger metallisches Lithium absetzen könne.

Die elektrische Alternative wird damit wieder ein großes Stück konkurrenzfähiger für die herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Eine Reduktion der Ladezeit in diesem Ausmaß stellt vor allem für Langstreckenfahrer, auch bei geringerer Akku-Größe, einen substanziellen Fortschritt dar. Des Weiteren hat die neue Technologie einen positiven Effekt auf die Umweltbilanz, denn die sieht besser aus, je kleiner der Akku ist. Sobald eine hohe Reichweite nicht mehr nur durch einen großen Akku erreichbar ist, steigt also auch die Umweltverträglichkeit der Elektroautos.