Aktueller Ausbau der Schnellladeinfrastruktur

Die Nachfrage an Elektroautos wächst stark an, allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 wurden in Österreich 8.942 Elektroautos neu zugelassen…

Die Nachfrage an Elektroautos wächst stark an, allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 wurden in Österreich 8.942 Elektroautos neu zugelassen, so viele wie noch nie zuvor. Doch wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur, insbesondere mit Schnellladestationen, aus? Erfolgt auch in diesem Bereich eine Anpassung des Angebotes an die steigende Nachfrage?

Wir haben uns zu diesem Thema schlau gemacht und möchten euch hiermit unsere spannenden Recherche-Ergebnisse präsentieren:

Österreich verfügt derzeit (Stand Oktober 2020) über insgesamt 5.000 öffentliche Ladestationen, welche zusammen bald 15.228 Ladepunkte bieten. Etwa 11% davon stellen Ladeleistungen von mindestens 43kW zur Verfügung. Die Zahl der öffentlichen Schnellladepunkte liegt damit bei 1.647.

Dem gegenüber stehen rund 38.465 reinelektrisch angetriebene Autos. Bei diesen Zahlen könnte man meinen, der Ausbau der öffentlichen Schnellladeinfrastruktur ginge zu langsam voran. Die Praxis zeigt jedoch ein gänzlich anderes Bild:

So finden bei der derzeitigen Verteilung etwa 95% der Ladevorgänge für Elektroautos daheim an der privaten Steckdose statt. Wenn jedes Elektroauto einmal am Tag vollgeladen wird, finden nur 1.923 Ladevorgänge öffentlich (5% von 38.465 Fahrzeugen) statt. Da insbesondere das Laden am Schnelllader durchschnittlich in nur 30 Minuten erledigt ist, würde die Kapazität für ganze 79.056 Schnellladevorgänge pro Tag (48 x 1.647) ausreichend sein.

Wenn zusätzlich noch berücksichtigt wird, dass die durchschnittliche Tagesfahrleistung bei unter 50km liegt, wird die Rechnung abermals spannender. Ein Hyundai Kona Elektro oder ein Tesla Model 3 LR kommt somit problemlos eine Woche ohne der Notwendigkeit, nachladen zu müssen, aus. Selbst bei zwei notwendigen Ladungen pro Woche stehen aktuell 3.846 tatsächliche Ladevorgänge (2 x 1.923) einer Schnellladekapazität von über 553.392 möglichen Ladungen (7 x 79.056) gegenüber. Die öffentliche Schnellladeinfrastruktur in Österreich ist unter dieser Betrachtungsweise zu nur 0,69% ausgelastet.

In dieser Berechnung sind nur die in Österreich zugelassenen Elektroautos berücksichtigt. Insbesondere zu Ferienzeiten sind vielfach auch Elektroautos aus den umliegenden Ländern in Österreich unterwegs und nutzen unsere Schnellladeinfrastruktur. Dadurch steigt der Anteil an durchgeführten Ladevorgängen zwar an, jedoch sind wir noch weit von einem Kapazitätsengpass entfernt. Selbst, wenn alle in Europas E-Mobilitäts-stärkstem Land Norwegen zugelassenen Elektroautos (250.000 reine E-Autos waren es Ende 2019) plötzlich nach Österreich kämen und zweimal pro Woche laden müssten, würde die Infrastruktur zusammen mit den in Österreich zugelassenen Fahrzeugen zwar zu 91,05% ausgelastet sein (((2 x 250.000) + 3.846) / 553.392), jedoch noch keine Überlastung erleiden.

Trotz dieser sehr erfreulichen Nachrichten wird die Schnellladeinfrastruktur weiter und weiter ausgebaut. Alleine IONITY hat im österreichischen Bundegebiet derzeit 16 Standorte mit Ultraschnellladern in Betrieb und es werden sowohl von IONITY, als auch von anderen Anbietern laufend mehr. Alleine die Neuerrichtung einer einzigen neuen IONITY-Station mit 6 Ladepunkten führt zu einer Kapazitätserweiterung von 288 Schnellladungen pro Tag (6 Ladepunkte; 48 x 30min. Ladungen; 6 x 48 mögliche Ladevorgänge). Der Trend zeigt sich eindeutig, die Nachfrage nach Elektroautos steigt exponentiell an und parallel dazu kümmern sich die Betreiber auch schon um die Errichtung geeigneter Schnellladeinfrastruktur.

Wir bleiben für euch dran und verfolgen die rasante Entwicklung genau weiter!

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