BAFA Förderung neu – jetzt 6.000 Euro Umweltprämie abholen!

Bildergebnis für logo bundesamt für wirtschaft und ausfuhrkontrolle

 

2030 will die deutsche Bundesregierung 7-10 Millionen elektrisch betriebene Fahrzeuge auf den Straßen haben. Um ihr Ziel zu erreichen, schüttet sie seit 19. Februar höhere Förderungen aus.  Hier sind alle relevanten Fragen und Antworten:

 

Wer ist antragsberechtigt?

 

Antragsberechtigt sind:

  • Privatpersonen
  • Unternehmen
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung
  • Stiftungen
  • Körperschaften
  • Vereine

Nicht antragsberechtigt sind:

  • der Bund und die Bundesländer sowie deren Einrichtungen und Kommunen,
  • alle öffentlichen Einrichtungen des Staates, die den Begriff des öffentlich-rechtlichen Auftraggebers nach § 99 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) erfüllen,
  • Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen
  • Antragstellerinnen/Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist.

Dasselbe gilt für Antragstellerinnen/ Antragsteller und, sofern die Antragstellerin/ der Antragsteller eine juristische Person ist, für den Inhaber der juristischen Person, die eine Vermögensauskunft gemäß § 802c der Zivilprozessordnung oder § 284 der Abgabenordnung abgegeben haben oder zu deren Abgabe verpflichtet sind.

 

Was kann gefördert werden?

 

Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes, sowie der Erwerb eines Elektrofahrzeuges bei der zweiten Zulassung im Inland.

Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden, welche unter Publikationen verfügbar ist.

Zusätzlich ist der Erwerb eines akustischen Warnsystems (AVAS) förderfähig, welches zum Zeitpunkt des Erwerbs serienmäßig vom Hersteller oder durch eine autorisierte Werkstatt in ein gemäß dieser Richtlinie zu förderndes Fahrzeug eingebaut wurde.

 

 

Wie hoch ist die Umweltprämie?

 

Der Umweltbonus wird zur Hälfte durch die Automobilhersteller (Eigenanteil) und zur Hälfte durch einen Bundeszuschuss (Bundesanteil) gewährt.

Der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus ist in der Rechnung oder Leasingvertrag in Abzug zu bringen. Grundlage für den Nachweis der Erbringung des Eigenanteils des Automobilherstellers am Umweltbonus ist der BAFA Listenpreis. Bei dem BAFA Listenpreis handelt es sich um den niedrigsten Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland zur Markteinführung. Etwaige Sonderausstattung sind nicht Bestandteil des Basismodells.

Die Meldung des BAFA Listenpreises erfolgt vor Aufnahme auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge durch den Automobilhersteller. Der BAFA Listenpreis wird für ein reines Batterieelektrofahrzeug und ein Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro um 3.000 Euro oder für reines Batterieelektrofahrzeug und ein Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von über 40.000 Euro um 2.500 Euro reduziert. Für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro wird der BAFA Listenpreis um 2.250 Euro oder für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug mit einem Nettolistenpreis von über 40.000 Euro um 1.875 Euro reduziert.

 

Somit ergibt sich der Schwellenwert, der für die Prüfung des Eigenanteils des Automobilherstellers am Umweltbonus maßgeblich ist. Wenn der Netto-Kaufpreis des Basismodells unter Berücksichtigung aller vom Automobilhersteller bzw. Händler gewährten Nachlässe und Rabatte den Schwellenwert unterschreitet, dann ist der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus nachgewiesen.

 

Für Fahrzeuge, die bis zum 4. November 2019 zugelassen wurden, gelten die Fördersätze in der Fassung der Förderrichtlinie vom 28. Mai 2019. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 bis zum Tag des Inkrafttretens dieser geänderten Förderrichtlinie zugelassen wurden und den Herstellerrabatt in der in der Förderrichtlinienfassung vom 28. Mai 2019 enthaltenen Höhe erhalten haben. Im Falle der zweiten Zulassung gelten die Fördersätze für Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro bis zu maximal 65.000 Euro entsprechend.

 

Die Förderung eines AVAS beträgt pauschal 100 Euro. Der Zuschuss darf pro Fahrzeug nur einmal gewährt werden.

 

 

Was sind die Voraussetzungen der Förderung?

 

  • Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge
  • Der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 oder später erfolgt sein. Mit Inkrafttreten dieser geänderten Richtlinie werden Förderungen nach der Richtlinie in der Fassung vom 28. Mai 2019 nur noch ausgezahlt, sofern die Antragstellung bis 6 Monate nach Inkrafttreten dieser geänderten Richtlinie erfolgt. Von dieser Regelung sind Fahrzeuge betroffen, die bis zum 4. November 2019 zugelassen wurden.
  • Für Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen worden sind, muss die Antragstellung spätestens ein Jahr nach der Zulassung auf die Antragstellerin/den Antragsteller erfolgen. Die mit dieser Förderrichtlinie geänderten Fördersätze gelten nur für solche Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 erstmalig zugelassen wurden.
  • Im Fall von jungen gebrauchten Fahrzeugen (zweite Zulassung), muss die Erstzulassung nach dem 4. November 2019 oder später erfolgt sein.
  • Das Fahrzeug muss zum ersten Mal zugelassen sein oder im Falle der zweiten Zulassung maximal 12 Monate erstzugelassen gewesen sein. Im Falle der Zweitzulassung muss das Fahrzeug eine maximale Laufleistung von 15.000 Kilometer aufweisen und darf nachweislich noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen EU-Staat gefördert worden sein.
  • Der Bundesanteil am Umweltbonus kann nur für elektrisch betriebene Fahrzeuge gewährt werden, wenn deren Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland maximal 65.000 Euro beträgt.
  • Das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden und mindestens sechs Monate zugelassen bleiben.

 

 

Wie verläuft das Förderverfahren?

 

Die Förderung erfolgt in einem einstufigem Verfahren. Das Fahrzeug muss vor Antragstellung erworben und zugelassen worden sein. Die Antragstellung erfolgt hier online. Dazu müssen folgende Unterlagen im Online-Portal eingereicht werden:

 

  • Kauf
    • die Rechnung
    • Zulassungsbescheinigung Teil II
    • Nachweispaket bei Gebrauchtwagen
  • Leasing
    • Leasingvertrag
    • verbindliche Bestellung
    • Kalkulation der Leasingrate
    • Zulassungsbescheinigung Teil II
    • Nachweispaket bei Gebrauchtwagen

 

 

Was für Fahrzeuge sind förderfähig?

 

Das Fahrzeug muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge (BAFA-Liste) befinden. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert. Förderfähig sind:

  • reine Batterieelektrofahrzeuge
  • von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (Plug-In Hybride)
  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Fahrzeuge, die keine lokalen CO2-Emmissionen aufweisen
  • Fahrzeuge die höchstens 50 g CO2-Emmissionen pro km verursachen

 

Das Fahrzeug muss mit mindestens vier Rädern für die Personenbeförderung und höchstens acht Sitzplätzen ausgestattet sein (Klasse M1) bzw. für die Güterbeförderung mit einer zulässigen Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen (Klasse N1). Fahrzeuge der Klasse N2 sind nur dann förderfähig, wenn sie mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B geführt werden dürfen.

Es muss sich um ein neu oder junges gebrauchtes Fahrzeug mit einem Netto-Listenpreis für das Basismodell bis maximal 65.000 Euro handeln und in Deutschland zugelassen werden.

Der Automobilhersteller muss sich bereit erklären, seinen Eigenbeitrag mindestens in der Höhe des Bundesanteils am Umweltbonus zu leisten.

 

 

Wie hoch ist die Förderung?

 

Der Umweltbonus beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von maximal 40.000 Euro 6.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 5.000 Euro.

Für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von maximal 40.000 Euro beträgt der Umweltbonus 4.500 Euro und mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro 3.750 Euro.

 

Für Fahrzeuge, die bis zum 4. November 2019 zugelassen wurden, gelten die Fördersätze in der Fassung der Förderrichtlinie vom 28. Mai 2019. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 bis zum Tag des Inkrafttretens dieser geänderten Förderrichtlinie zugelassen wurden und den Herstellerrabatt in der in der Förderrichtlinienfassung vom 28. Mai 2019 enthaltenen Höhe erhalten haben. Im Falle der zweiten Zulassung gelten die Fördersätze für Fahrzeuge mit einem Nettolistenpreis für das Basismodell in Deutschland von über 40.000 Euro bis zu maximal 65.000 Euro entsprechend.

Der Umweltbonus wird zur Hälfte durch die Automobilhersteller (Eigenanteil) und zur Hälfte durch einen Bundeszuschuss (Bundesanteil) gewährt.

 

Welche Unterlagen verlangt der Antrag?

 

Der Antrag muss elektronisch gestellt werden. Anträge die postalisch eingehen, können nicht bearbeitet werden. Im Online-Portal müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

  • Kauf
    • die Rechnung
    • Zulassungsbescheinigung Teil II
    • die Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben
    • Nachweispaket bei Gebrauchtwagen: Im Falle einer Zweitzulassung zusätzlich durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation oder einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bestätigte Erklärung des Antragstellers über die maximale Laufleistung von 15.000 Kilometern.
  • Leasing
    • Leasingvertrag
    • verbindliche Bestellung
    • Kalkulation der Leasingrate
    • Zulassungsbescheinigung Teil II
    • Abtretungserklärung (nur bei gewerblichem Leasing)
    • die Erklärung der wahrheitsgemäßen Angaben
    • Nachweispaket bei Gebrauchtwagen: Im Falle einer Zweitzulassung zusätzlich durch eine amtlich anerkannte Prüforganisation oder einen amtlich anerkannten Sachverständigen oder einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bestätigte Erklärung des Antragstellers über die maximale Laufleistung von 15.000 Kilometern.

 

Sobald Ihr Antrag erfasst wird, erhalten Sie eine E-Mail an die in Ihrem Antrag angegebene E-Mail-Adresse.

 

 

Was bedeutet der „BAFA-Listenpreis“?

 

Der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus ist im Kauf- oder Leasingvertrag in Abzug zu bringen. Grundlage für den Nachweis der Erbringung des Eigenanteils des Automobilherstellers am Umweltbonus ist der BAFA-Listenpreis. Bei dem BAFA-Listenpreis handelt es sich um den Netto-Listenpreis des Basismodells in Deutschland zur Markteinführung. Etwaige Sonderausstattung sind nicht Bestandteil des Basismodells. Die Meldung des BAFA-Listenpreises erfolgt vor Aufnahme auf die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge durch den Automobilhersteller.

 

 

Wie wird geprüft, ob der Eigenanteil des Herstellers an mich weitergegeben wurde?

 

 

Der BAFA Listenpreis wird um 3.000 Euro bzw. 2.500 Euro für ein reines Batterieelektrofahrzeug und ein Brennstoffzellenfahrzeug oder um 2.250 Euro bzw. 1.875 Euro für ein von außen aufladbares Hybridelektrofahrzeug reduziert. Somit ergibt sich der Schwellenwert, der für die Prüfung des Eigenanteils des Automobilherstellers am Umweltbonus maßgeblich ist. Wenn der Netto-Kaufpreis des Basismodells unter Berücksichtigung aller vom Automobilhersteller bzw. Händler gewährten Nachlässe und Rabatte den Schwellenwert unterschreitet, dann ist der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus nachgewiesen.

 

 

Sind Tageszulassungen, Jahreswagen oder Gebrauchtwagen förderfähig?

 

Neben den Neufahrzeugen sind auch sogenannte junge Gebrauchte Elektrofahrzeuge förderfähig. Das Fahrzeug muss zum ersten Mal zugelassen sein oder im Falle der zweiten Zulassung zuvor maximal 12 Monate erstzugelassen gewesen sein. Die Erstzulassung hat dabei nach dem 4. November 2019 oder später zu erfolgen. Im Falle der Zweitzulassung muss das Fahrzeug eine maximale Laufleistung von 15.000 Kilometer aufweisen und darf nachweislich noch nicht durch den Umweltbonus oder eine vergleichbare staatliche Förderung in einem anderen EU-Staat gefördert worden sein.

 

Ist eine Umrüstung eines Fahrzeugs förderfähig?

 

Nein, ausschließlich der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen oder jungen gebrauchten Fahrzeuges, ist förderfähig.

 

Ist Leasing förderfähig?

 

Ja. Antragsteller muss derjenige sein, auf den das Fahrzeug zugelassen wird. Der Eigenanteil des Automobilherstellers am Umweltbonus muss mindestens in der Höhe des Bundesanteils am Umweltbonus aus dem Leasingvertrag hervorgehen.

 

 

Dürfen sich Erwerber und Halter unterscheiden?

 

Ja, antragsberechtigt ist derjenige, auf den das Neufahrzeug erstmalig zugelassen wird, nicht der Erwerber (sofern diese sich unterscheiden).

 

Darf mein/e Ehepartner/in einen Antrag stellen und das Fahrzeug wird auf mich zugelassen?

 

Nein, ausschließlich derjenige darf einen Antrag stellen, auf den das Fahrzeug zugelassen wird.

 

Ab wann wird der Umweltbonus gewährt?

 

Der Umweltbonus wird ausschließlich für Neu- und junge Gebrauchte Elektrofahrzeuge gewährt, die ab dem 18. Mai 2016 oder später erworben wurden. Als maßgebliches Erwerbsdatum gilt der Abschluss eines Kauf- bzw. Leasingvertrags. Die mit dieser Förderrichtlinie geänderten Fördersätze gelten nur für solche Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 erstmalig zugelassen wurden. Mit Inkrafttreten dieser geänderten Richtlinie, werden Förderungen nach der Richtlinie in der Fassung vom 28. Mai 2019 nur noch ausgezahlt, sofern die Antragstellung bis 6 Monate nach Inkrafttreten dieser geänderten Richtlinie erfolgt. Im Falle der ersten Zulassung des Fahrzeugs im Inland auf die Antragstellerin/den Antragsteller muss diese am 18. Mai 2016 oder später, im Falle der zweiten Zulassung muss die Erstzulassung nach dem 4. November 2019 oder später erfolgt sein.

 

Ist es möglich die Auszahlung des Bundesanteils am Umweltbonus abzutreten?

Eine Abtretung des Bundesanteils am Umweltbonus inklusive des Zuschusses zum AVAS (sofern beantragt) ist nur bei gewerblichem Leasing möglich. Die Förderung kann an den Leasinggeber bzw. Händler abgetreten werden.

 

Wie lange muss das Fahrzeug behalten werden?

 

Das Fahrzeug muss mindestens sechs Monate auf den Antragsteller in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen sein. Änderungen, wie z. B. Veräußerung sind dem BAFA unverzüglich anzuzeigen.

 

Wann wird der Bundesanteil am Umweltbonus ausgezahlt?

 

Nach positiver Prüfung der Unterlagen wird der Zuwendungsbescheid erteilt. Im Anschluss wird der Bundesanteil am Umweltbonus, ohne eine weitere Mitteilung, auf das im Antragsformular angegebene Konto überwiesen. Bitte achten Sie darauf, dass Antragsteller und Kontoinhaber identisch sind (außer bei Abtretung).

 

Quelle: https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Elektromobilitaet/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick.html