Der große Vergleich der verschiedenen Ladetarife

Die Elektromobilität ist in aller Munde, die Neuzulassungszahlen der reinelektrischen Autos steigen stark an. Wo die Nachfrage an den Fahrzeugen wächst…

Die Elektromobilität ist in aller Munde, die Neuzulassungszahlen der reinelektrischen Autos steigen stark an. Wo die Nachfrage an den Fahrzeugen wächst, wird auch die Frage immer relevanter, welcher der zahlreichen Ladetarife der Richtige ist. Im Idealfall soll er günstig sein und möglichst alle verfügbaren öffentlichen Ladestationen abdecken.

Wir haben uns für euch auf die Suche begeben und das stetig wachsende Angebot an verschiedensten Tarifen verglichen. Als kleines Special zeigen wir euch am Ende dieses Berichtes, wie ihr ganz einfach für jede öffentliche Ladestation den günstigsten Anbieter findet.

Zunächst muss unterschieden werden, ob ihr selten, gelegentlich oder sehr oft an öffentlichen Ladestationen laden möchtet.

Anhand dieser Tabelle kann beurteilt werden, ob ein Tarif mit oder ohne Grundgebühr sinnvoller und preislich attraktiver ist. Je nach Anbieter, auf die wir weiter unten noch intensiver eingehen werden, kann ab etwa 50kWh monatlicher Lademenge ein Tarif mit Grundgebühr im Endeffekt günstiger kommen. Manchmal haben die Tarife auch eine Startgebühr, dafür sind die Kosten pro Minute oder pro kWh geringer. Das macht entweder bei sehr seltenen Ladevorgängen Sinn oder bei großen Energiemengen, da sich die Startgebühr dann auf ein größeres Volumen aufteilt. Immer wieder stößt man auch auf Tarife, die eine vergleichsweise sehr hohe Grundgebühr von teilweise über 30€ verlangen, dafür jedoch die Ladungen an sich kostenlos und unbegrenzt sind. Solche Tarife machen nur bei extrem hohen Fahrleistungen und ausschließlich öffentlichen Ladungen Sinn.

Die Anbieter

Wir haben uns für euch folgende Anbieter mit unterschiedlichen Tarifmodellen näher angesehen:

Plugsurfing

EnBW

Maingau

Naturstrom

Smatrics

IONITY

Newmotion

EMC

Fastned

Mit folgenden Grafiken möchten wir euch zunächst einen Gesamtüberblick der Ladetarife geben. Die Tabellen zeigen jeweils, welche Kosten zu erwarten sind, wo der Anbieter vertreten ist, wie viele Ladepunkte es gibt und wie der Zugang erfolgt. Untenstehend wird dann auf jeden Anbieter individuell näher eingegangen. Außerdem erfahrt ihr, welcher Anbieter bzw. welches Tarifmodell sich für euer Ladeverhalten am Besten eignet.

Plugsurfing

Plugsurfing tritt nicht als Betreiber eigener Ladeinfrastruktur auf. Vielmehr wird eine sehr benutzerfreundliche App geboten, mit der sich Ladestationen von mit Plugsurfing kooperierenden Partnern freischalten lassen. Mit der App oder dem Ladechip von Plugsurfing kann der Kunde dabei aktuell auf ganze 110.000 Ladepunkte in der ganzen Europäischen Union zurückgreifen. Eine Grundgebühr ist nie zu entrichten, jedoch sind die tatsächlichen Ladepreise nicht einheitlich gestaltet. Das stellt jedoch, jedenfalls bei Verwendung der App, kein großes Problem dar, da die Ladekosten in der App transparent für jede Ladestation dargestellt werden. Plugsurfing ist somit für viele Anwendungsfälle genau das, was Kunden haben möchten. Einen Tarif, der alle Stationen abdeckt und somit kein Ladekartenchaos im Geldbörserl verursacht.

EnBW

Die EnBW hat für jeden Anwendungsfall den richtigen Tarif. Für Wenig- oder Gelegenheitslader reicht in der Regel der Tarif ohne Grundgebühr. Die Ladekosten betragen dann einheitlich 0,39€/kWh an AC-Ladestationen und 0,49€/kWh an DC-Ladestationen. Wer häufiger öffentlich lädt, der kann zum EnBW Viellader-Tarif greifen. Die Grundgebühr liegt dann bei 4,99€ pro Monat und der tatsächliche Ladepreis liegt einheitlich bei 0,29€/kWh an AC-Ladestationen und 0,39€/kWh an DC-Ladestationen. Die EnBW ist insbesondere für die österreichischen Elektroautofahrer interessant, da der Tarif auch in Österreich eine Vielzahl an Stationen freischalten kann. Die meisten österreichischen Tarife basieren auf einer minutenabhängigen Abrechnung. Gerade beim einphasigen Wechselstromladen kann es mit einem zeitbasierten Tarif schnell sehr teuer werden, weswegen die EnBW besonders in diesem Bereich eine sehr gute und faire Alternative darstellt.

Maingau

Wer bereits den Energiekundentarif bei Maingau hat, der lädt sein Elektroauto mit dem Maingau Autostromtarif richtig günstig. Der Vorteil ist, dass es keine monatliche Grundgebühr gibt und die Ladekosten an allen Stationen identisch sind. Bei Ladevorgängen außerhalb Deutschlands muss der Nutzer nur darauf achten, dass es unterschiedliche Roaming-Zuschläge gibt, welche teils recht hoch ausfallen können. Wer somit außerhalb Deutschlands laden möchte, der sollte sicherheitshalber nochmal nachrechnen, ob der Maingau-Tarif wirklich der Günstigste ist. Als einer der ersten Anbieter hat Maingau sogenannte Blockiergebühren eingeführt, um zu verhindern, dass Ladepunkte über die eigentliche Ladedauer hinaus zugeparkt werden und für andere Nutzer unzugänglich sind. Die Blockiergebühr tritt ab einer Ladezeit von 240 Minuten (beim AC-Laden) bzw. 60 Minuten (beim DC-Laden) in Kraft.

Naturstrom

Naturstrom hat mit seinem Abrechnungsmodell einen etwas anderen Zugang als die bisher genannten Tarife. Es gibt keine monatliche Grundgebühr. Die Ladekosten selbst werden pro Ladevorgang abgerechnet und liegen bei 14,26€ pro Schnellladung. Diese Herangehensweise birgt neben diversen Vorteilen auch den einen oder anderen Nachteil. Grundsätzlich profitiert der Kunde davon, dass er immer genau weiß, wie viel er für den Ladevorgang zahlen muss. Da pro Ladevorgang abgerechnet wird, zahlt ein Fahrer eines Hyundai Ioniq mit 28,5kWh Kapazität genau gleich viel wie der Fahrer eines Tesla Model Y mit einer Akkukapazität von 75kWh. Elektromobilisten mit großen Akkus zahlen damit pro kWh weniger als Fahrer von Elektroautos mit kleineren Energiespeichern. Bei einem Ladeabbruch hat der Kunde den Nachteil, dass er doppelt zahlt, da bei einem Neustart ein zweiter Ladevorgang beginnt. Generell ist zu dem Tarif von Naturstrom zu sagen, dass er besonders bei sehr großen Energiemengen sehr spannend ist und dort auch bei einem Ladeabbruch keine extremen Kosten verursacht. Selbst bei einer doppelten Abrechnung von 14,26€ zahlt der Kunde bei der Akkukapazität eines Tesla Model Y nur 0,38€/kWh, was sehr fair ist. Mit dem Tarif lassen sich insgesamt 100.000 Ladepunkte in der gesamten EU freischalten.

Smatrics

Smatrics ist ein Anbieter aus Österreich, der neben seinen Tarifmodellen auch eigene Ladeinfrastruktur betreibt. Im Gegensatz zur EnBW oder Maingau rechnet Smatrics mit einem Minutentarif ab. Damit hat der Kunde zwar immer einen fairen Preis, wenn die maximale Ladeleistung auch wirklich ins Auto gelangt. Nimmt das Auto jedoch weniger Leistung auf, als die Station maximal hergeben kann, zahlt der Kunde drauf. Dennoch bietet ein solcher Tarif auch Vorteile. So kann man nahezu immer sicher sein, dass der Ladepunkt frei ist oder zeitnah frei wird, da mit dieser Abrechnungsmethode niemand die Station sinnlos blockieren wird. Mit drei verschiedenen Tarifmodellen ist für alle möglichen Anwendungsfälle der richtige Tarif dabei. Wer nur sehr selten öffentlich lädt, wählt den Tarif ohne Grundgebühr, bei dem jedoch die Ladekosten selbst höher sind und zwischen 0,06€ und 0,95€ pro Minute liegen. Wer gelegentlich öffentliche Ladestationen nutzt, für den ist der sogenannte Smart-Net-Tarif die passende Wahl. Hier liegt die monatliche Grundgebühr bei 14,90€, die Ladekosten selbst betragen jedoch nur 0,03€ bis maximal 0,48€ pro Minute. Bei besonders häufigen Ladungen an öffentlicher Ladeinfrastruktur ist der Active-Net-Tarif spannend. Hier liegt die Grundgebühr bei 49,90€ und die Ladekosten betragen 0,02€ bis maximal 0,30€ pro Minute. Mit den verschiedenen Tarifen von Smatrics lassen sich insgesamt 45.000 Ladepunkte in der gesamten EU aktivieren.

IONITY

IONITY ist ein Konsortium einiger Automobilkonzerne, darunter BMW, Daimler, Volkswagen, Ford und seit September 2019 auch Hyundai, welche es sich zum Ziel gesetzt haben, in Europa eine zuverlässige und umfangreiche Ultraschnellladeinfrastruktur aufzubauen. Hierzu werden in ganz Europa 400 Ladeparks mit durchschnittlich 6 Ladepunkten entlang der Transitrouten errichtet. Jeder Ladepunkt kann bis zu 350kW an Leistung abgeben und damit über 100km Reichweite in nur 5 Minuten nachladen. Abgerechnet wird bei IONITY über eine eigene App, welche ebenfalls sehr simpel und zuverlässig ist. Fahrzeuge der Mitgliedsmarken laden durchschnittlich um etwa 0,30€/kWh und liegen damit preislich in einem sehr interessanten Bereich. So kostet eine Vollladung eines Audi e-tron 50 quattro nur 22€, was für die sehr große Akkukapazität von 71kWh nicht schlecht ist. Somit ist IONITY besonders dann spannend, wenn Kunden Fahrzeuge wie den VW ID.3, BMW i3, Mercedes EQC oder den Audi e-tron fahren. Für alle Fahrzeuge, die nicht den Mitgliedsmarken angehören, zahlen Kunden 0,79€/kWh, wodurch die Ladekosten schnell stark ansteigen können. Die Gesamtkosten für die Vollladung eines Tesla Model 3 LR (75kWh) betragen dann 59,25€, was erstmal sehr hoch wirkt. Allerdings muss der Betreiber, um wirtschaftlich agieren zu können, die Errichtungskosten wieder hereinbekommen. Bei solch hohen Ladeleistungen kostet eine Ladestation um die 100.000€ im Bau. Da sehr weite Fahrstrecken meistens nur etwa zwei- bis dreimal pro Jahr stattfinden, sollten die Kosten bei IONITY relativ auf die Gesamtladevorgänge eines ganzes Jahres betrachtet werden. Wenn die Ladekosten zwei- bis dreimal jährlich höher ausfallen, wirkt sich das auf die Jahreskosten kaum aus und die Nutzung der IONITY-Stationen bei Langstreckenfahrten kann sehr gut empfohlen werden.

Newmotion

Newmotion ist ein Ladetarifangebot der Shell-Gruppe und daher auch unter dem Namen Shell-Recharge bekannt. Der Anbieter stellt Nutzern eine App sowie eine Ladekarte zur Verfügung, mit denen insgesamt 125.000 Ladepunkte in ganz Europa freigeschalten werden können. Der Tarif ist ohne Grundgebühr zu verwenden, die tatsächlichen Ladekosten variieren jedoch und unterscheiden sich teilweise sogar in der Abrechnungsmethode. Über die App ist es zwar kein Problem, die Kosten an einer bestimmten Station herauszufinden. Allerdings haben Personen, die nur die Ladekarte nutzen, den Nachteil, dass sie die Ladekosten nicht einsehen können. Newmotion bietet bei vielen Ladestationen sehr attraktive Ladekosten an. Wer also mit etwas Recherche in der Newmotion-App kein Problem hat, der kann mit diesem Anbieter durchaus zu sehr günstigen Preisen sein Elektroauto aufladen.

EMC

Der Elektromobilitätsclub Österreich (EMC) bietet eine eigene Ladekarte für seine Mitglieder an. Das Ziel des Tarifes ist, alle relevanten Ladeinfrastrukturanbieter in Österreich mit einer Ladekarte zusammenzufassen, um ein großes Ladekartenchaos zu vermeiden. So können insgesamt 7.000 Ladestationen der Partner mit der EMC-Ladekarte genutzt werden. Der Tarif weißt keine Grundgebühr auf, man muss jedoch EMC-Mitglied sein, um die Karte erhalten zu können. Die Ladekosten unterscheiden sich je nach Ladeinfrastrukturpartner, können jedoch auf der EMC-Homepage im Vorhinein nachgelesen werden, um keine bösen Überraschungen bei den Ladekosten erwarten zu müssen. Der EMC-Tarif ist damit zwar sicher nicht immer der günstigste Tarif, jedoch benötigt der Nutzer nur eine einzige Ladekarte und kann damit an allen relevanten Ladestationen in Österreich sein Elektroauto aufladen.

Fastned

Fastned ist ein niederländischer Anbieter von Ladeinfrastruktur, welcher auch in Deutschland mit 115 Schnellladepunkten vertreten ist. Über die eigene App lassen sich die Stationen schnell und unkompliziert lokalisieren und Ladevorgänge starten. Um sowohl für Weniglader, aber auch für Gelegenheits- und Viellader gute Konditionen anzubieten kann der Kunde zwischen zwei verschiedenen Tarifen wählen. Für Weniglader eignet sich der Tarif ohne Grundgebühr, bei dem die Ladekosten an allen Stationen bei 0,59€/kWh liegen. Für Gelegenheits- und Viellader eignet sich meist eher der Tarif mit einer Grundgebühr von 11,99€ pro Monat und tatsächlichen Ladekosten von 0,35€/kWh.

Bester Tarif für Weniglader

Da Weniglader nur in Ausnahmefällen auf die öffentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen lohnt sich ein Tarifmodell mit einer Grundgebühr meist nicht. Interessant sind damit die Tarife von Plugsurfing, EnBW (Nur der Tarif mit 0€ Grundgebühr), Maingau, Naturstrom, Smatrics (Single Net), IONITY, Newmotion, EMC und Fastned.

IONITY und Fastned sind bei Wenigladern dahingehend uninteressant, da diese Anbieter ihren Fokus auf Ultraschnelllader entlang von Autobahnen legen und damit viel mehr für sehr häufige Ladevorgänge bedeutend sind.

Bei den anderen Tarifen kommen wir zu folgender Auflistung der drei besten Ladetarife für Weniglader:

3.: Auf Platz 3 landet im Jänner 2021 der EMC-Tarif. Dieser bietet Zugang zu allen wichtigen Ladestationsbetreibern in Österreich, darunter dem BEÖ (Bundesverband Elektromobilität Österreich), Smatrics sowie auch Ella und Da-E-Mobil. Um die Ladekarte bekommen zu können musst du jedoch Mitglied des EMC sein. Die Ladekosten sind zwar variabel, da immer der Tarif des im Hintergrund stehenden Betreibers der Ladestationen verrechnet wird, jedoch sind die einzelnen Tarife auf der Webseite des EMC detailliert aufgelistet.

2.: Auf Platz 2 landet im Jänner 2021 der Smatrics-Tarif. Mit einem eigenen im größer werdenden und zuverlässigen Schnellladenetz zeigt der Anbieter, wie man Elektromobilität auch auf Langstrecken alltagstauglich macht. Die Ladekosten sind zwar grundsätzlich fair, jedoch nur unter der Bedingung, dass die maximale Leistung abgegeben wird, da die Kosten auf geladenen Minuten basieren. Wir würden uns hier einen kundenfreundlichen kWh-Tarif wünschen, um den Tarif noch attraktiver zu gestalten.

1.: Auf dem ersten Platz landet im Jänner 2021 der EnBW-Tarif (ohne Grundgebühr). Die EnBW betreibt zwar in Österreich keine eigenen Ladestationen, bietet jedoch mit deren App oder Ladekarte Zugang zu sehr vielen wichtigen Betreibern in Österreich. Hervorzuheben ist die sehr benutzerfreundliche App, in der die Abrechnungen sofort nach dem Ladevorgang eingesehen werden können. Außerdem kann der Nutzer direkt von der App benachrichtigt werden, wenn eine Ladung abgeschlossen wurde oder es zu einem Ladeabbruch kommt. Mit dem einheitlichen und fairen kWh-Tarif arbeitet die EnBW sehr kundenorientiert. Seit Anfang November 2020 gibt es bei der EnBW Blockiergebühren ab einer Ladezeit von mehr als 4 Stunden. Eine solche Kombination aus einem kWh-Tarif und einer Blockiergebühr finden wir für die Zukunft grundsätzlich sehr sinnvoll. Wer als Weniglader also noch auf der Suche nach einem passenden Tarif ist – der EnBW-Tarif (ohne Grundgebühr) ist hier sehr empfehlenswert!

Bester Tarif für Gelegenheitslader

Gelegenheitslader sind insbesondere auf die öffentliche Ladeinfrastruktur innerhalb großer Städte angewiesen. Ein Tarif mit Grundgebühr lohnt sich meist nur, wenn die geladene Energiemenge bei zumindest 50kWh pro Monat liegt und die Grundgebühr maximal 5€ pro Monat beträgt.

IONITY und Fastned sind auch bei Gelegenheitsladern dahingehend uninteressant, da diese Anbieter ihren Fokus auf Ultraschnelllader entlang von Autobahnen legen und damit viel mehr für sehr häufige Ladevorgänge bedeutend sind.

Bei den anderen Tarifen kommen wir zu folgender Auflistung der drei besten Ladetarife für Gelegenheitslader:

3.: Auf Platz 3 landet im Jänner 2021 der Maingau-Tarif. Dieser bietet Zugang zu allen wichtigen Ladestationsbetreibern in Österreich und wendet dabei sein eigenes Tarifmodell an. Am Günstigsten lädt man in Österreich, wenn man auch Maingau Energiekunde ist. Die Abrechnung erfolgt fair nach geladenen kWh, wobei bei zu langer Standzeit zusätzlich eine Blockiergebühr anfällt. Die Maingau-App ist sehr übersichtlich gestaltet und bietet die Möglichkeit, Ladevorgänge direkt nach Abschluss der Ladung in der App einzusehen.

2.: Auf Platz 2 landet im Jänner 2021 der EMC-Tarif. Dieser bietet Zugang zu allen wichtigen Ladestationsbetreibern in Österreich, darunter dem BEÖ (Bundesverband Elektromobilität Österreich), Smatrics sowie auch Ella und Da-E-Mobil. Um die Ladekarte bekommen zu können musst du jedoch Mitglied des EMC sein. Die Ladekosten sind zwar variabel, da immer der Tarif des im Hintergrund stehenden Betreibers der Ladestationen verrechnet wird, jedoch sind die einzelnen Tarife auf der Webseite des EMC detailliert aufgelistet.

1.: Auf dem ersten Platz landet im Jänner 2021 der EnBW-Tarif (je nach geladener Energiemenge mit oder ohne Grundgebühr). Die EnBW betreibt zwar in Österreich keine eigenen Ladestationen, bietet jedoch mit deren App oder Ladekarte Zugang zu sehr vielen wichtigen Betreibern in Österreich. Hervorzuheben ist die sehr benutzerfreundliche App, in der die Abrechnungen sofort nach dem Ladevorgang eingesehen werden können. Außerdem kann der Nutzer direkt von der App benachrichtigt werden, wenn eine Ladung abgeschlossen wurde oder es zu einem Ladeabbruch kommt. Mit dem einheitlichen und fairen kWh-Tarif arbeitet die EnBW sehr kundenorientiert. Seit Anfang November 2020 gibt es bei der EnBW Blockiergebühren ab einer Ladezeit von mehr als 4 Stunden. Eine solche Kombination aus einem kWh-Tarif und einer Blockiergebühr finden wir für die Zukunft grundsätzlich sehr sinnvoll. Wer als Gelegenheitslader also noch auf der Suche nach einem passenden Tarif ist – der EnBW-Tarif ist hier sehr empfehlenswert!

Bester Tarif für Viellader

Viellader sind häufig auf längeren Autobahnstrecken unterwegs und benötigen daher an den Raststationen eine gut ausgebaute und zuverlässige Schnellladeinfrastruktur.

Bei den anderen Tarifen kommen wir daher zu folgender Auflistung der drei besten Ladetarife für Viellader:

3.: Auf Platz 3 landet im Jänner 2021 der Naturstrom-Tarif. Dieser bietet auch in Österreich Zugang zu zahlreichen Ladestationen. Da Vielfahrer häufig Fahrzeuge mit sehr großen Akkukapazitäten fahren lohnt sich ein Tarifmodell wie jenes von Naturstrom. Es gibt einen Pauschaltarif, womit immer genau klar ist, welcher Preis zu bezahlen ist. Somit sind die Kosten pro kWh bei großen Akkus am Günstigsten. Wenn auch da günstig und zu einem fairen Tarif dein Elektroauto laden möchtest, können wir dir den Naturstrom-tarif sehr empfehlen.

2.: Auf Platz 2 landet im Jänner 2021 der IONITY-Tarif. Dieser ist preislich zwar nur attraktiv, wenn du ein Elektroauto aus dem IONITY-Konsortium fährst, jedoch punktet IONITY mit einigen anderen für Viellader relevanten Vorteilen. Wer häufig als Dienstfahrer auch über Landesgrenzen hinaus fährt, wird schnell merken, dass ein europaweites Ladenetz sehr bequem ist, da der Zugang zu IONITY in Österreich gleich erfolgt wie in Deutschland, der Schweiz oder auch in Frankreich. Da Berufstätige häufig unter Zeitdruck stehen und möglichst schnell weiterfahren wollen, ist IONITY ebenfalls zu empfehlen. So bieten die Stationen die derzeit höchsten verfügbaren Ladeleistungen an. Außerdem sind pro Standort mindestens vier Ladepunkte installiert, wodurch sich auch keine Wartezeiten ergeben, wenn andere Elektromobilisten gerade ihr Fahrzeug aufladen. Wenn du als Vielfahrer also noch auf der Suche nach einem passenden Ladetarif bist (und im besten Fall sogar ein Fahrzeug aus dem IONITY-Konsortium fährst), dann können wir dir den IONITY-Tarif sehr empfehlen!

1.: Auf dem ersten Platz landet im Jänner 2021 dennoch der EnBW-Tarif (mit Grundgebühr). Die EnBW betreibt zwar in Österreich keine eigenen Ladestationen, bietet jedoch mit deren App oder Ladekarte Zugang zu sehr vielen wichtigen Betreibern in Österreich. Hervorzuheben ist die sehr benutzerfreundliche App, in der die Abrechnungen sofort nach dem Ladevorgang eingesehen werden können. Außerdem kann der Nutzer direkt von der App benachrichtigt werden, wenn eine Ladung abgeschlossen wurde oder es zu einem Ladeabbruch kommt. Mit dem einheitlichen und fairen kWh-Tarif arbeitet die EnBW sehr kundenorientiert. Seit Anfang November 2020 gibt es bei der EnBW Blockiergebühren ab einer Ladezeit von mehr als 4 Stunden, was jedoch bei Vielladern keine große Relevanz darstellen dürfte, da diese meist Schnellladestationen anfahren und meist nach maximal 30 Minuten wieder weiterfahren. Aus diesen Gründen würden wir den EnBW-Tarif dem IONITY-Tarif sogar vorziehen und reihen ihn auf den ersten Platz!

Chargeprice

Für die, die jedenfalls den günstigsten Preis an jeder Ladestationen haben möchten, zahlt es sich durchaus auch aus, eine Vielzahl der angesprochenen Apps und Ladekarten zu besitzen. Mit der App Chargeprice kann bei jeder Ladestation zum Einen eine Auflistung der möglichen Tarife und zum Anderen auch die Gesamtladekosten dargestellt werden.

Auf Chargeprice können Elektroautofahrer zu Beginn definieren, welches Auto sie fahren, welche Ladeleistung die angezeigten Ladestationen zumindest haben sollen oder auch, ob Tarife mit Grundgebühr gar nicht gezeigt werden sollen. Im Anschluss daran kann auf einer Karte eine bestimmte Ladestation gesucht werden. Durch Klicken auf das Symbol öffnet sich ein Fenster, bei dem der Nutzer zunächst einstellen kann, bei welchem Ladestand die Ladung startet und bis zu welchem Prozentwert man laden möchte.

In der dargestellten Grafik soll ein Hyundai Ioniq 28kWh von 20% auf 80% aufgeladen werden. Gewählt wurde eine Ultraschnellladestation von Smatrics nordöstlich von Wien, welche über einen CCS-Anschluss für bis zu 50kW Leistungsabgabe verfügt. Der Ioniq könnte zwar bis zu 70kW aufnehmen, die durchschnittliche Ladeleistung liegt jedoch durch die Station begrenzt, wie dargestellt, bei 50kW. In 23 Minuten Ladezeit werden 18kWh nachgeladen. Darunter sind die verschiedenen Tarife gelistet, wobei die Abstufung nach den Gesamtladekosten erfolgt. In diesem Beispiel wäre somit der EMC-Tarif mit 4,99€ Gesamtkosten am Günstigsten. Dieser Tarif weißt keine Grundgebühr auf, jedoch wird dargestellt, dass der EMC-Tarif ausschließlich für EMC-Clubmitglieder nutzbar ist. Scrollt man die verschiedenen Tarife durch, kann man sehr schnell herausfiltern, welche Apps und Ladekarten man selbst besitzt und welcher Tarif dahingehend am Günstigsten ist. Damit lässt sich zwar, wenn man die Ladekosten in den Fokus stellt, eine Vielzahl an verschiedenen Apps und Ladekarten nicht vermeiden, dennoch kann es sich lohnen, um die Kosten auf einem sehr niedrigen Niveau zu halten.

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