Welche Gratis-Leistungen und Vorteile gibt es für Elektromobilisten?

Auch 2021 beginnt als Jahr der Elektromobilität mit einer knappen Verdoppelung der Neuzulassungen im Jänner 2021. Dazu tragen neben den sehr beliebten…

Auch 2021 beginnt als Jahr der Elektromobilität mit einer knappen Verdoppelung der Neuzulassungen im Jänner 2021. Dazu tragen neben den sehr beliebten Fördermaßnahmen auch weitere Vorteile und kostenlose Leistungen für Elektromobilisten bei. Zum Einen ist das kostenlose Schnellladen an vielen öffentlichen Ladestationen ein großer Anreiz für den Umstieg auf das Elektroauto, zum Anderen gibt es auch weitere Vorteile wie beispielsweise die Aufhebung der IG-L Beschränkung.

Wir haben uns dafür für euch wieder schlau gemacht und präsentieren euch hiermit eine aktualisierte Auflistung der Themen, von denen Fahrer von Elektroautos profitieren. Die neu hinzugefügten Städte und Gemeinden haben wir euch entsprechend hervorgehoben.

In Österreich obliegt die Entscheidung, welche Vorteile für Nutzer von Elektroautos geboten werden, den einzelnen Gemeinden.

Folgende Regelungen werden in Österreich angeboten:

Reservierung öffentlicher Parkplätze zum Laden

Insbesondere in urbanen Gegenden haben FahrerInnen von Elektroautos oftmals nicht die Möglichkeit, in der privaten Garage des Einfamilienhauses zu laden. Um die Elektromobilität dennoch auch für diese besonders relevante Zielgruppe schmackhaft zu gestalten werden laufend mehr und mehr (zum Teil kostenlose) Ladestationen im öffentlichen und halböffentlichen Raum platziert. Diese sind in Österreich auch entsprechend beschildert, sodass dort nur Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs parken dürfen. In vielen Fällen ist diese Regelung nur tagsüber gültig, sodass nachts auch Verbrenner legal auf diesen Plätzen stehen dürfen und damit ohne der Befürchtung, eine Strafe zu bekommen, die Ladestation blockieren können. Im Sinne der Fairness bitten wir euch, solche Parkplätze nur für die Dauer des Ladevorgangs zu nutzen und diese nach Beendigung des Ladevorgangs wieder frei zu machen.

In folgenden Städten kommt ihr bereits in den Genuss reservierter Ladeplätze:

  • Wien (kostenlos für die Dauer des Ladevorgangs)
  • Graz
  • Klagenfurt (Grüne Kennzeichentafel erforderlich, um Ladeplätze kostenfrei nutzen zu können)
  • Innsbruck (maximal 180 Minuten)
  • Salzburg (es muss jedoch auch bei ladenden Autos ein Kurzparkschein ausgefüllt werden)
  • Mistelbach (maximal 120 Minuten; Parkscheibe ist erforderlich, jedoch muss man keine Gebühren entrichten während des Ladens)
  • Amstetten (maximal 240 Minuten; Parkscheibe ist erforderlich, jedoch muss man keine Gebühren entrichten während des Ladens)

Reduktion von Parkgebühren

Dieser Vorteil steht häufig in Verbindung mit öffentlichen Ladeplätzen, aber auch kostengünstige oder sogar kostenlose Parkplätze ohne der Kombination mit einem Ladeplatz findet das geschulte Auge des Elektromobilisten in vielen Städten. Meist erfolgt die Regelung im Rahmen einer zeitlich begrenzten Gratis-Parkmöglichkeit. Exklusiv für Elektroautos reserviert sind solche Parkplätze (ausgenommen Ladeplätze) jedoch meist nicht.

In folgenden Städten kommt ihr bereits in den Genuss des günstigen/kostenlosen Parkens:

  • Wien (kostenlos für die Dauer des Ladevorgangs)
  • Graz (nur mit Befreiungsbescheinigung sowie für die maximal erlaubte Parkdauer)
  • Klagenfurt (nur mit Umweltvignette sowie maximal 180 Minuten)
  • Zell am See (Nur für die maximal erlaubte Parkdauer)
  • Villach
  • Wörgl (Nur mit Parkscheibe und grünen Kennzeichen)
  • Eisenstadt (Grüne Kennzeichentafel erforderlich)
  • Wels (Grüne Kennzeichentafel erforderlich)
  • Neunkirchen (maximal 180 Minuten; nur mit Parkscheibe)
  • Hall in Tirol (Grüne Kennzeichentafel erforderlich)
  • Schwaz (Grüne Kennzeichentafel erforderlich)
  • Hartberg (Grüne Kennzeichentafel erforderlich)
  • Krems
  • Mödling
  • Weiz
  • St. Veit an der Glan
  • Melk (Gratis-Parkkarte muss bei der Stadtgemeinde beantragt werden und hinter der Windschutzscheibe ersichtlich sein)

Aufhebung der IG-L Beschränkung

In Österreich gibt es auf einigen Autobahnabschnitten Geschwindigkeitsbeschränkungen nach dem Immisionsschutzgesetz-Luft, umgangssprachlich auch bekannt als „Lufthunderter“ oder „Luftachtziger“. Ist in diesen Bereichen die Schadstoffkonzentration zu hoch, so wird die Geschwindigkeitsbegrenzung reduziert, um dadurch die Emissionen zu senken. Da Elektroautos keinen lokalen Emissionsausstoß verursachen, sind diese von dem Tempolimit ausgenommen.

Diese Regelung gilt jedoch nur, wenn sie explizit durch entsprechende Zusatztafeln gekennzeichnet ist. Neu ist, dass nun keine grünen Kennzeichen mehr zwingend erforderlich sind, wodurch auch Fahrzeuge aus anderen Ländern straffrei schneller fahren dürfen.

Eigene Kennzeichen für E-Autos

Elektroautos verfügen optional über grüne Kennzeichentafeln, welche sie eindeutig als elektrisch angetriebenes Fahrzeug erkenntlich machen. Die meisten Vorteile erhält man als Elektroautofahrer nur, wenn grüne Kennzeichen sie auch als solche kennzeichnen. Diese Kennzeichnung ist österreichweit identisch und somit nicht an Vorgaben bestimmter Länder oder Städte gebunden.

Um einerseits die Elektromobilität weiter zu fördern und andererseits aber auch insbesondere mit Verbrennerfahrverboten die großen Städte von den teils sehr hohen CO2-Emissionen zu entlasten, wird es zukünftig weitere Förderungen für Elektroautos und stärkere Restriktionen für Verbrennermodelle geben. Ein erster Ansatz in diese Richtung ist die aktuell in Planung befindliche neue Euro 7 Abgasnorm. Wir bleiben natürlich weiterhin dran und informieren euch!

Solltet ihr noch weitere Vorteile kennen, dann schreibt uns bitte unter office@insta-drive.com.

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