Wie Elektroautos gegen das Blackout helfen

Mit Elektroautos und V2G zu einem stabilen Stromnetz der Zukunft

Elektroautos sind ein wichtiger Beitrag, um die Klimakrise zu meistern und so auch unseren Nachkommen eine saubere und nachhaltige Zukunft zu bieten. Doch die reinelektrischen Modelle von Tesla, VW, Polestar, und Co. können noch viel mehr als nur umweltfreundlich zu sein.

Die Belastung für das Stromnetz wird mit dem Ruf nach mehr und mehr Nachhaltigkeit immer größer. So sollen erneuerbare Energie eine immer größere Rolle spielen und der benötigte Strom so intensiv wie möglich aus Wasserkraft, Windkraft und Sonnenenergie gewonnen werden. All diese Formen der Elektrizitätserzeugung haben eines gemeinsam – sie produzieren je nach äußeren Einflüssen entweder gerade einen Überschuss an Energie, können jedoch auch temporär zu wenig Energie für alle Verbraucher bereitstellen. Dies und der gleichzeitig immer höhere Bedarf an elektrischem Strom sorgen jedoch auch für eine immer größere Gefahr eines sogenannten Blackouts, also einem großflächigen und länger andauernden Stromausfall.

Und genau dabei soll die Elektromobilität helfen können?

Vehicle-to-Grid (V2G) ist eine Technologie, die es ermöglicht, dass Elektroautos als temporäre Energiespeicher eingesetzt werden können. Im V2G-Modus können EVs ihre Batteriekapazität nutzen, um Strom zurück in das Stromnetz zu geben, wodurch sie als „virtuelle Kraftwerke“ fungieren können.

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai hat mit dem IONIQ 5 ein erfolgreiches Modell im Angebot, das bereits eine Vorstufe zum Vehicle-to-Grid (V2G) bietet, nämlich das Vehicle-to-Load (V2L). In Zukunft sollen Elektroautos jedoch noch mehr leisten können und nicht nur Strom in ihre Batterien laden, sondern auch größere Leistungen wieder ins Stromnetz zurückgeben können. Der große Vorteil dieser Technologie ist, dass Elektroautos zu Zeiten, in denen ein Stromüberschuss vorhanden ist, diese Energie speichern und zu Zeiten, in denen erneuerbare Energien nicht genügend Strom produzieren, wieder ins Netz abgeben können, vorausgesetzt, der Fahrer des Elektroautos benötigt am nächsten Tag nicht die volle Reichweite. V2G wird somit eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Energieversorgung spielen. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge, dass die Reichweite von Elektroautos nicht ausreicht, da für den täglichen Arbeitsweg und die Rückfahrt nur etwa 10% der Akkukapazität benötigt werden. Zudem steht ein PKW im Durchschnitt 23 Stunden am Tag still, was 96% Standzeit entspricht. V2G bietet auch finanzielle Vorteile für Fahrer von Elektroautos, da der Strompreis je nach Nachfrage variiert. So können Elektroautos zu günstigen Preisen aufgeladen werden, wenn viel Strom zur Verfügung steht, und zu Spitzenzeiten, wenn der Strom teurer ist, Geld verdienen. Mit diesem System kann jeder Einzelne dazu beitragen, das Stromnetz stabiler zu gestalten, was wiederum die Betriebskosten von Stromanbietern senkt und zu niedrigeren Strompreisen am Markt führen kann.

Damit werden Elektroautos nicht nur für den Klimaschutz und nachhaltige Mobilität immer wichtiger, sondern spielen auch eine wesentliche Rolle beim Stromnetz der Zukunft.

Welche V2G-fähigen Elektroautos gibt es bereits?

Es gab bereits vor einigen Jahren ein Elektroauto, welches theoretisch V2G-fähig wäre, der Nissan Leaf. Leider wurde diese Funktion aber nie von Seiten des Herstellers freigeschaltet, was wohl auch mit rechtlichen Zusammenhängen zu tun hatte. Mittlerweile sind auch andere Hersteller interessiert daran, den Strom aus der Antriebsbatterie auch außerhalb des Elektroautos zu nutzen. Hyundai und Kia bieten bereits für ihre Elektroautomodelle das sogenannte V2L an, wobei dann außen am Fahrzeug beim Ladeanschluss eine klassische Schukosteckdose vorhanden ist, mit der Verbraucher mit bis zu 3,6kW versorgt werden können. Eine ähnliche Funktion hat auch der erste Elektro-Kombi, der MG 5, und auch Volkswagen möchte in Kürze mit einem solchen System starten. All dies ist jedoch nur eine Vorstufe zu V2G, aber es zeigt auch, dass es in der Praxis ohne Weiteres möglich wäre, das zeitnah umzusetzen. Wer nun Lust auf eines dieser spannenden Elektroauto Modelle bekommen hat und am Liebsten sofort eines fahren möchte, dem empfehlen wir unseren monatlich aktualisierten Lieferzeiten-Beitrag, um gleich nachzusehen, welches Modell aktuell am Schnellsten lieferbar ist.

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