Die besten Mikrofasertücher für die Autoreinigung

Was sind Mikrofasertücher? Für welche Reinigungsarbeiten sind sie geeignet? Welche eignen sich für Autos? Wir klären auf.

Woraus Mikrofasertücher bestehen, welche Arten es gibt, wofür man sie verwendet und alles, was man sonst noch wissen muss.

Sonntag bedeutet für viele: Autowaschtag.
Für jeden Autoliebhaber stellt sich hier die Frage, wie sich das Auto eigentlich besser reinigen lässt: in der Waschanlage oder mit der Hand?
Auf jeden Fall immer dabei: Die Allzweckwaffe Mikrofasertücher. Nicht nur bei der Autowäsche, sondern auch für nahezu alle anderen Reinigungsarbeiten im und am Auto kann man die modernen Putzhelfer verwenden, wie zum Beispiel für die Bildschirm- oder Scheibenreinigung. Doch es gibt zahlreiche offensichtliche und auch weniger offensichtliche Unterschiede hinsichtlich Beschaffenheit, Anwendungsgebieten, Haltbarkeit und Qualität. In diesem Artikel erklären wir alles über Mikrofasertücher, damit Sie in Zukunft den Überblick behalten.

Beginnen wir zuerst mit einer Definition:

Was sind Mikrofasern überhaupt?

Ein Mikrofasertuch besteht, wie der Name schon sagt, aus besonders dünnen Fasern, den sogenannten Mikrofasern. Mikrofasern sind etwa 60-mal dünner als ein gewöhnliches Haar. Die meisten Mikrofasertücher bestehen zu 20 % aus Polyamid, was das Tuch sehr weich und saugstark macht. Zu etwa 80 % wird ein Mikrofasertuch aus Polyester hergestellt, wodurch das Tuch sehr robust und langlebig wird.

Nun zurück zum eigentlichen Thema, der Autoreinigung:

Sind Mikrofasertücher für die Autoreinigung gut geeignet?

Für Autofreunde stellt sich hier zunächst einmal die Frage, ob Mikrofasertücher Kratzer im Lack verursachen können.

Zur Beantwortung dieser Frage müssen wir etwas ausholen:

Es gibt auch bei Mikrofasern Qualitätsunterschiede.

So gibt es preiswerte Produkte, bei denen die Enden der Fasern ausgefranst sind. Mit diesen sollte man zum Beispiel keine weichen Hochglanzoberflächen reinigen. Ebenfalls empfiehlt es sich nicht, damit empfindliche Oberflächen mit viel Druck zu putzen. In beiden Fällen könnte man bei der Reinigung sehr kleine Kratzer im Material hinterlassen.

Bei höheren Qualitäten sind die Faserenden in Schleifen ausgeführt. Hier ist eine Beschädigung der Oberfläche praktisch ausgeschlossen.
Unsere Antwort auf die Ausgangsfrage lautet daher:

Mikrofasertücher sind sehr gut für die Autoreinigung geeignet, man muss nur darauf achten, keine schlechte Qualität zu kaufen und eventuell spezielle Autoreinigungstücher zu erwerben. Wer unsicher ist, sollte Mikrofasertücher kaufen, die für den jeweiligen speziellen Einsatzzweck geeignet sind. Diese Information lässt sich meistens der Produktbeschreibung entnehmen.
Ein Trick für besonders empfindliche Oberflächen wäre Brillenputztücher zu benutzen. Bei diesen kann man absolut sicher sein, dass keine Beschädigungen auftreten.

Warum reinigen Mikrofasertücher so gut?

Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Baumwolltuch kann ein Mikrofasertuch aufgrund seiner Struktur und Beschaffenheit Staub, Feuchtigkeit und Schmutz besser aufnehmen. Ebenso ist die Wasser-Speicherfähigkeit im Vergleich zu Baumwolle deutlich höher.
Ein weiterer Vorteil ist die Fusselfreiheit. Dies ist natürlich auch im Auto erstrebenswert.

Welche Arten von Mikrofasertüchern gibt es und welche sind die besten?

Kommen wir nun zu den verschiedenen Einsatzgebieten und Qualitäten, die wie oben erwähnt essenziell wichtig für ein optimales, kratzerfreies Reinigungsergebnis sind. So ist ein großes Tuch für die Außenreinigung schlecht für den Innenraum geeignet. Hier bietet sich eher ein kleineres und handlicheres Tuch an.

Eine allgemeine Aussage darüber, welche Mikrofasertücher die besten sind, lässt sich also nicht treffen, denn unterschiedliche Mikrofasertüchertypen sind jeweils für unterschiedliche Anwendungsgebiete geeignet.

Nachdem es inzwischen nahezu unzählige Arten, Formen und Farben von Mikrofasertüchern gibt, hier ein Überblick, wie sich diese in Detail unterscheiden und welches Mikrofasertuch sich für welchen Anwendungsbereich eignet.

Hier stellt sich zunächst einmal die Frage:

Was macht ein Mikrofasertuch aus oder welche Merkmale sind wichtig?

Bei der Betrachtung der Unterscheide ist der GSM-Wert (Grams per Square Meter) eines Tuches sehr wichtig. Die GSM-Kennzahl gibt an, wie viel Masse/Material pro Flächeneinheit eingesetzt wird, sagt also aus, wie dicht und wie schwer das Tuch ist. Gleichzeitig ist es ein Indikator für die Aufnahmefähigkeit von Wasser: Je höher der Wert, umso mehr Wasser kann gespeichert werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, wie oben angesprochen, die Größe des Tuches.
Die Weichheit eines Tuches ist übrigens nicht ausschlaggebend für die Reinigungsleistung. Ein besonders weiches Tuch lässt also nicht automatisch darauf schließen, dass es besonders gut reinigt oder Wasser aufnimmt.
Kurzflorige Tücher haben kurze Faserenden, langflorige entsprechend längere Enden.

Hier nun der Guide zum richtigen Mikrofasertuch für jeden Anlass:

Welche Tücher sind am besten für die Reinigung von Autoscheiben geeignet?

Für Scheiben sind spezielle Waffeltücher sehr gut geeignet, weil sie sehr viel Feuchtigkeit und Nässe aufnehmen können. Ebenso wird das Tuch durch die spezielle Waffelstruktur nicht sofort von Glasreinigern durchnässt und nimmt auch Fusseln und Schmutz sehr gut auf.
Wenn man mit Druck arbeitet oder Reinigungsmittel wie Cockpitspray oder Glasreiniger einarbeiten möchte, sollte der GSM-Wert niedriger sein, damit die Reinigungsmittel nicht zu stark von den Fasern absorbiert werden und für die Reinigung zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund verwendet man für den Autoscheiben meist ein Mikrofasertuch mit einer GSM-Zahl von maximal 400.
Wer auf der Suche nach einem guten Waffeltuch ist, findet hier* eine Empfehlung.

Welche Tücher sind am besten für das Polieren und Versiegeln geeignet?

Beim Polieren und Versiegeln wird normalerweise eine Politur oder Versiegelungslösung aufgetragen, daher ist ein kurzfloriges Tuch mit einem GSM-Wert ab 300 empfehlenswert. Durch den niedrigen GSM-Wert kann man mehr Druck aufgeben, was beim Polieren und Versiegeln in der Regel nötig ist. Ebenso nehmen die hochflorigen Mikrofasertücher, Polierrückstände und keramische Komponenten leichter auf, weil sie eine hohe Saugkraft besitzen. Ein gutes Poliertuch gefällig? Hier* gibt es eins!

Welche Mikrofasertücher sind am besten für das Trocknen des Autos nach der Wäsche geeignet?

Für die Trocknung des Autolacks nach der Autowäsche empfiehlt es sich, ein Mikrofasertuch mit langflorigen Fasern zu verwenden. Ebenso sollte der GSM-Wert eines Trocken-Mikrofaser-Tuchs mindestens 500 betragen, high-end Produkte weißen sogar einen Wert von bis zu 1400 GSM auf. Je größer der GSM-Wert, desto länger sind die Fasern und desto mehr Wasser kann das Tuch aufnehmen.
Ein empfehlenswertes Trockentuch kann man sich hier* ansehen.

Welche Tücher eignen sich am besten für den Innenraum?

Hier wären auch kleinere Tücher zu nennen, da nicht großflächig gearbeitet werden muss. Wenn das Tuch zu groß ist, kommt man nicht mehr so einfach an schwer zugängliche Stellen. Der GSM-Wert darf niedrig sein, da meist wenig Flüssigkeit verwendet wird.
Für das Armaturenbrett eignet sich zum Beispiel ein nieder- oder maximal mittelfloriges Tuch sehr gut. Wenn man mit Druck arbeitet oder Reinigungsmittel wie Cockpitspray oder Glasreiniger einarbeiten möchte, muss der GSM-Wert niedriger sein. Aus diesem Grund verwendet man für den Innenraum meist ein Mikrofasertuch mit einer GSM-Zahl zwischen 200 und 400. Hier* eine Empfehlung für ein gutes Innenraumtuch.

Welche Tücher sind für Bildschirme geeignet?

Um die empfindlichen Oberflächen richtig zu reinigen, empfehlen wir Brillenputztücher, die auf jeden Fall sicherstellen, dass sich keine Kratzer und Schlieren bilden. Der GSM-Wert muss nicht besonders hoch sein, weil eine hohe Wasseraufnahme nicht nötig ist und bewegt sich demnach zwischen 200 und 300. Wir empfehlen für empfindliche Oberflächen dieses* Tuch.

Welche Tücher eignen sich für alle Gelegenheiten?

Es gibt auf dem Markt auch sogenannte Allround-Mikrofasertücher. Sie sind nicht so spezialisiert in der Anwendung und haben zwei Seiten, die sich unterschiedlich nutzen lassen. Häufig liegt ihr GSM-Wert zwischen 200 und 450 GSM.
Möchte man sich nicht in Unkosten stürzen und mehrere unterschiedliche Tücher kaufen, ist ein Allzwecktuch die richtige Wahl. Hier* gibt es unseren Tipp.

Hat man nun das richtige Tuch zuhause, stellt sich die Frage nach der Pflege des Mikrofasertuches.

Kann man Mikrofasertücher waschen?

Ja und man sollte es sogar unbedingt tun, denn die Aufnahmefähigkeit des Tuchs vermindert sich, wenn sich zu viel Schmutz oder Stau angesammelt hat. Außerdem können kleine, im Tuch verbliebene Fremdkörper Kratzer auf der zu reinigenden Oberfläche verursachen. Dazu zählen zum Beispiel kleine Steinchen oder Staubkörner.
Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie Ihre neuen Mikrofasertücher immer vor dem Gebrauch waschen. Hierbei sollte man Tücher unterschiedlicher Farbe voneinander trennen, um Verfärbungen zu vermeiden. Ebenso ist es empfehlenswert, nur Mikrofasertücher des gleichen Typs zusammen zu waschen.

Wie kann man die Haltbarkeit von Mikrofasertüchern langfristig sicherstellen?

Verwenden Sie Flüssigwaschmittel ohne Weichspüler

Beim Waschen sollte mildes Flüssigwaschmittel verwendet werden, welches frei von Farb-, Duft- und Bleichmitteln ist. Ebenso darf man bei der Wäsche keinen Weichspüler hinzugeben.

Achten Sie auf die Waschtemperatur

Hinsichtlich der Temperaturen hängt es sehr stark vom Hersteller ab, welche Waschtemperatur zulässig ist. Die meisten Mikrofasertücher wäscht man bei 40 °C. Jedoch gibt es auch Tücher, die durchaus mal eine Wäsche von 60 oder 90 °C aushalten. Lesen Sie hierzu am besten die Produkthinweise.

Mikrofasertücher nicht bügeln

Nach der Wäsche dürfen Mikrofasertücher nicht gebügelt werden, da die Fasern wegen der hohen Temperaturen beim Bügeln beschädigt werden können. Meist kleben sie dann am Bügeleisen und gehen nur noch schlecht ab. Im Prinzip ist das Bügeln auch nicht nötig, da diese Tücher nur selten Falten aufweisen.

Wie lange hält ein Mikrofasertuch?

Eigentlich haben Mikrofasertücher eine sehr lange Lebensdauer und können meist mehrere hundert Waschzyklen problemlos überstehen. Jedoch lässt mit jedem Waschgang die Funktionsfähigkeit etwas nach, was man sowohl am Nachlassen der Reinigungsleistung als auch der Saugfähigkeit bemerkt.
Hier wäre ein Tipp spezielle Mikrofaserwaschmittel zu verwenden, was die Langlebigkeit des Tuchs erhöhen kann. Auch auf den Temperaturbereich sollte man dabei achten: Der sollte zwischen 30 und 60 Grad liegen, je nach Verschmutzungsintensität.

Wie ist unter all diesen Aspekten die Umweltfreundlichkeit von Mikrofasertüchern zu beurteilen?

Bei der Beantwortung dieser Frage muss man genauer hinsehen. Die meisten Mikrofasertücher sind aus Polyester und Polyamid, was kein nachhaltiges und nachwachsendes Material ist.
Jedoch gibt es mittlerweile Mikrofasertücher, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Lyocell oder Modal hergestellt werden. Diese sind sehr gut umweltverträglich und nachhaltig.
Ein Umweltvorteil von allen Mikrofasertüchern ist, dass man durch sie giftige chemische Reinigungsmittel spart, da oftmals die Reinigungsleistung des Tuchs ausreichend ist und so keine weitere Chemie benötigt wird.
Zu guter Letzt ist zu erwähnen, dass Mikrofasertücher, wie weiter oben geschrieben, waschbar und dadurch oft wiederverwendbar sind. Dies sind sehr umweltfreundliche Aspekte, die alle Tücher aus Mikrofasern gemeinsam haben.

Sauberkeit ist manchmal Pflicht

Natürlich macht es, gerade wenn man geschäftlich häufiger mit seinem Auto unterwegs ist und Kunden das Fahrzeug zu Gesicht bekommen, immer einen guten Eindruck, wenn es sauber und gepflegt ist.
Hier ist der Einsatz von Mikrofasertüchern eine perfekte Möglichkeit, um die Sauberkeit des Fahrzeugs zu gewährleisten.
Aber auch ohne geschäftlichen Hintergrund fühlen sich viele Menschen in einem sauberen Auto einfach wohler. Ein sauberes Fahrzeug verrät nämlich immer auch etwas über seinen Besitzer.

Mit unseren Informationen und Tipps ist man jetzt perfekt für die nächste Putzsession gerüstet.


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