Treibhausgasreduktion durch E-Moblilität

Was bedeutet der Umstieg auf Elektromobilität für unser Klima?

Mit einem Anteil von 28% ist der Verkehrssektor, ausgenommen Flugverkehr, einer der Hauptverursacher von Treibhausgasen in Österreich. Im Vergleich zu anderen Ländern der EU bzw. der ganzen Welt ist der Anteil damit deutlich höher. Seit 1990 hat er zudem bedeutend zugenommen. Laut Umweltbundesamt betrug der Anstieg der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen zwischen 1990 und 2017 74%! Auch hier liegt der Wert vor jenen des EU-Durchschnitts und der Welt. Jene Emissionen, die in Österreich dem PkW-Verkehr zuzuordnen sind, haben im Jahr 2017 sogar einen Anstieg in Höhe von 2,3% verzeichnet. Das entspricht 750.000 Tonnen Kohlendioxidäquivalent zusätzlich! Die Auswirkungen eines Umstiegs auf Elektromobilität bedeuten in Österreich daher besonders hohes Potenzial für den Klimaschutz.

99% des vom Verkehr verursachten Treibhausgas-Ausstoßes kommt von Kraftfahrzeugen, also von Autos, LKW und Bussen. Über 50% davon sind den PkW zuzurechnen. 80% des Erdöls, das in Österreich verbraucht wird, fließt dabei in den Verkehr. Auch der Verursachung Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen durch den Verkehr ist erheblich.

Der Beitrag von Elektroautos zur Verminderung der Treibhausgasemission ist allerdings auch davon abhängig, welche Energieträger für die Produktion des verwendeten Stroms eingesetzt wurden. Eine vollkommen emissionslose und ressourcenschonende Fortbewegung kann auch Elektromobilität nicht ermöglichen. Die sogenannte „graue Energie“, also jene Energie, die zur Herstellung von E-Fahrzeugen nötig ist, übersteigt jene konventioneller Fahrzeuge sogar. Denn die Rohstoffgewinnung und Produktion von Stahl und Aluminium für die Batterien ist zum Teil höher als die, die für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aufgewendet wird.

Emissionsvergleich im gesamten Produktlebenszyklus

Betrachtet man den gesamten Lebenszyklus der Fahrzeuge, liegt die Emission von Treibhausgasen durch Elektroautos um 70 bis 90% unter jener der fossil betriebenen Kraftfahrzeuge. Denn diese verursachen durchschnittlich 170 Gramm CO2-Äquivalente je Kilometer. Mit knapp 40 Gramm bzw. sogar 20 Gramm bei 100% Ökostrom hat der Elektroantrieb in Sachen Klimafreundlichkeit eindeutig die Nase vorn.

Elektromobilität spielt daher eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Wege in die Nachhaltigkeit zu finden. Nicht nur die Erdölabhängigkeit kann durch den Umstieg auf Elektromotoren deutlich reduziert werden. Neben dem Umstieg auf erneuerbare Energien ist es aber auch notwendig, das Gesamtkonzept unserer Mobilität umzustellen. Unnötige Fahrten müssen reduziert und höhere Verkehrssicherheit gewährleistet werden. Nicht nur die Lärmbelastung und Luftverschmutzung, die unsere eigene Gesundheit beeinträchtigen, müssen bedeutend eingegrenzt werden. Auch der stetig steigende Ressourcenverbrauch muss ein Ende haben. Doch um das zu erreichen, sind tiefer greifende strukturelle Veränderung notwendig.

Schritt für Schritt nähern wir uns mit dem Konzept von INSTADRIVE dem Trend “Nutzen statt Besitzen”. Wir freuen uns, dass das Modell bereits so großen Anklang findet. Der Beitrag jedes Einzelnen ist wichtig und notwendig, um langfristige Veränderungen zu erzielen.

 

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