Aktueller Faktencheck E-Mobilität: Folge 1

Der Klima- und Energiefonds Österreich hat die neuesten Erkenntnisse zum Thema E-Mobilität präsentiert. Wir fassen die Ergebnisse, die auch für Deutschland relevant sind, in einer Artikelserie zusammen.

Folge 1: Verbrenner oder Elektroauto? Was ist besser für die Umwelt?

Ein Elektromotor produziert kaum Lärm, ist sehr effizient und stößt keinerlei Luftschadstoffe aus. Wenn man ihn nun mit einem Verbrenner vergleichen möchte, muss man aber auch jene Emissionen einberechnen, die vor und nach dem Betrieb anfallen. Hier berücksichtigt man die Herstellung, die Energiebereitstellung und die Entsorgung.
Wenn der Ladestrom vollständig aus erneuerbaren Energiequellen kommt, dann ergibt sich ein klarer Umweltvorteil für den Elektroantrieb: Betrachtet man zum Beispiel das gesamte Fahrzeugleben eines Fahrzeugs der Kompaktklasse und auch alle vor- und nachgelagerten Emissionen, so verursacht ein Elektromotor bis zu 79 % weniger Treibhausgase als ein vergleichbarer Ottomotor, so die Faktenchecker des Klima- und Energiefonds Österreich.
Für Deutschland ermittelte die Universität der Bundeswehr München in einer Studie von Februar 2022 ein Einsparpotenzial von bis zu 89 %.
Wenn das Fahrzeug mit dem durchschnittlichen Strommix geladen wird, ergeben sich für Österreich folgende Werte: Die Treibhausgas-Emissionen reduzieren sich bei Fahrzeugen aus der Oberklasse um bis zu 47 % und bei Fahrzeugen aus der Kleinwagenklasse um bis zu 63 %.
Für Deutschland hat die Studie der Universität der Bundeswehr einen um bis zu 64, 7 % verminderten Treibhausgasausstoß festgestellt, wenn das Fahrzeug mit konventionellem Strom geladen wird.
Aufschlussreich sind auch diese Zahlen aus Österreich: Die zusätzlichen Emissionen, die sich vor allem durch die Batterieherstellung ergeben, amortisieren sich bei 100 % Ökostrom nach 35.000 Kilometern, bei durchschnittlichem Strommix nach 45.000 Kilometern.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch folgende Zahlen: Die Treibhausgas-Emissionen eines Fahrzeugs der Oberklasse betragen 99 g CO2-Äqui­va­lent/Kilometer, die eines Fahrzeugs der Kleinwagenklasse 50 g CO2-Äquivalent/Kilometer, also knapp das doppelte. Hier sieht man, was für einen Unterschied eine kleinere Batterie und geringeres Fahrzeuggewicht machen können.
Ein Elektroauto spart aber nicht nur Treibhausgase ein, sondern auch Stickoxide und Feinstaub. Stickoxide werden überhaupt nicht emittiert und Feinstaub nur in einem geringeren Maße, da dieser nur beim Bremsen, durch den Gummiabrieb und Fahrverwirbelungen entsteht.
Man darf bei der Betrachtung der Umweltbelastung die Geräusch-Emissionen nicht vergessen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h ist der Motor eines Verbrenners lauter als das Reifengeräusch. Da in der Stadt die Durchschnittsgeschwindigkeit häufig unter 30 km/h liegt, ist hier von einer deutlichen Verminderung des Lärmpegels und somit von einer Verbesserung der Lebensqualität auszugehen.
Insgesamt lässt sich also sagen, dass Elektrofahrzeuge in den Kategorien Treibhausgas-, Luftschadstoff- und Lärmemissionen deutlich besser abschneiden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Der Download der detaillierten Informationen zu Österreich findet sich auf der Seite des Klima- und Energiefonds:
https://www.klimafonds.gv.at/press/e-autos-auf-dem-pruefstand-oekobilanz-faellt-klar-positiv-aus/

Die Studie der Universität der Bundeswehr München lässt sich hier einsehen:
https://www.researchgate.net/publication/358276768_Total_CO_2_-Equivalent_Life-Cycle_Emissions_from_Commercially_Available_Passenger_Cars

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