Aktueller Faktencheck E-Mobilität: Folge 3

Der Klima- und Energiefonds Österreich hat die neuesten Erkenntnisse zum Thema E-Mobilität präsentiert. Wir fassen die Ergebnisse, ergänzt um Informationen zu Deutschland, in einer Artikelserie zusammen.

Folge 3: Wo kann ich ein Elektroauto laden und worauf muss ich dabei achten?

Für die allermeisten werktäglichen Fahrten ist es nicht notwendig, zwischenzeitlich aufzuladen. Wie in Folge 2 dieser Serie berichtet, beträgt die tägliche Fahrtstrecke durchschnittlich nur 35 Kilometer.

Ein Großteil der Elektroautobesitzer lädt zu Hause oder am Arbeitsplatz. Dafür ist ein Stellplatz mit Stromanschluss notwendig.
Bei Einfamilienhäusern ist das oftmals mit geringem Aufwand zu bewerkstelligen.
Wohnt man in einem Mehrfamilienhaus mit eigenem Stellplatz, ist es inzwischen sowohl in Österreich als auch in Deutschland durch die Verabschiedung neuer Gesetze erheblicher einfacher geworden, eine Lademöglichkeit installieren zu lassen.
Ist auch das nicht möglich, kann auf das öffentliche Ladenetz zurückgegriffen werden.

Anfang 2022 waren in Deutschland 618.460 Elektroautos zugelassen, in Österreich 76.539. In Deutschland betrug zu diesem Zeitpunkt die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte 52.203, in Österreich 10.500. In beiden Ländern sind ca. 15 % davon Schnelllader. Damit kommen in Deutschland circa elf Elektroautos auf eine Ladesäule, in Österreich etwas mehr als sieben.

Neben den offiziellen Ladestellenverzeichnissen bundesnetzagentur.de und ladestellen.at gibt es einige Apps für Smartphones, die bei der Suche nach öffentlichen Ladepunkten helfen. Aber auch die Navigationsgeräte der Fahrzeuge haben mittlerweile gut gefüllte Datenbanken mit entsprechenden Informationen, ebenso wie diverse Internetseiten, beispielsweise insta-drive.com/ladenetz.

Die Anzahl der öffentlichen Ladestationen steigt im europäischen Raum kontinuierlich an, wofür die Vorgaben der Europäischen Union verantwortlich zeichnen.

Um die Stromladung zu bezahlen, benötigt man Ladekarten oder eine Smartphone-App. Möchte man sich nicht mit einer großen Zahl von Ladekarten für die verschiedenen Anbieter herumschlagen, wählt man einen Anbieter, der die Benutzung von Ladestationen verschiedener Ladestationsbetreiber bündelt. Hier gibt es sowohl in Deutschland als auch in Österreich zufriedenstellende Möglichkeiten.
Abgerechnet wir nach Zeit oder Kilowatt, wobei sich die Abrechnung nach Energiemenge voraussichtlich durchsetzen wird, da sie transparenter und fairer ist.

Bei der Steckertechnik haben sich in Europa zwei Systeme durchgesetzt: der Typ-2-Stecker für Wechselstrom bis 43 kW und der CSS-Stecker für Gleichstrom bis 350 kW Ladeleistung.
Der Hersteller Tesla hat daneben ein eigenes Ladenetzwerk aufgebaut, welches Ladeleistungen bis zu 300 kW erlaubt.

Auf europäischer Ebene ist eine baldige Standardisierung geplant.

Für das Laden selbst empfiehlt es sich, nicht schneller zu laden als nötig. Langsameres Laden über Nacht schont den Akku, das Stromnetz und manchmal auch den Geldbeutel und sollte, wenn man sich nicht gerade auf Reisen befindet, immer bevorzugt werden.

Der Download der detaillierten Informationen zu Österreich findet sich auf der Seite des Klima- und Energiefonds:
https://www.klimafonds.gv.at/press/e-autos-auf-dem-pruefstand-oekobilanz-faellt-klar-positiv-aus/

Jetzt gleich losfahren

Aus unserem Fuhrpark auswählen, sein Lieblingsauto konfigurieren und schon in ein paar wenigen Wochen mit seinem eigenen E-Auto losfahren!