Aktueller Faktencheck E-Mobilität: Folge 6

Der Klima- und Energiefonds Österreich hat die neuesten Erkenntnisse zum Thema E-Mobilität präsentiert. Wir fassen die Ergebnisse in einer Artikelserie zusammen und liefern auch Zusatzinfos für Deutschland.

Folge 6: Sind Elektroautos teurer als Autos mit Verbrennungsmotor?

Welche Kosten ein Auto in seinem gesamten Leben verursacht, kann man sich ausrechnen lassen.
Betrachtet man die Gesamtrechnung inklusive laufender Kosten, konstatiert man teils deutlich niedrigere Kosten für Elektroautos.
Die Webseite „Autokostenrechner“ hat ein praktisches Tool dafür online und es findet sich hier auch ein E-Mobilitätsrechner der Linz AG.
Wer möchte, kann sich selbst ein Bild davon machen und verschiedene Variationen / Kombinationen durchspielen.

Die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtkosten über die gesamte Nutzungszeit sind von verschiedenen Variablen abhängig und beim Elektroauto meistens geringer als bei einem vergleichbaren Verbrennerfahrzeug.

Der Kauf des Elektrofahrzeugs ist gewöhnlich immer noch teurer als die Anschaffung eines Verbrenners. Dies ist vor allem der teuren Batterie geschuldet. Rechnet man jedoch alle Kosten ein, die während der Nutzung anfallen, kommt ein Elektrofahrzeug eindeutig billiger. Vergessen darf man natürlich die aktuellen Förderungen nicht, die den Preis deutlich reduzieren.

In Deutschland gibt es noch bis Ende des Jahres 2022 maximal 9.000 € und in Österreich maximal 5.000 € E-Auto-Förderung.

Sieht man sich nun die Gesamtvergleiche an, so haben sich die höheren Kosten eines Elektroautos schon nach wenigen Jahren amortisiert. Hier werden natürlich Steuerfreiheit, geringere Wartungs- und Versicherungskosten mitberücksichtigt.

Je mehr man fährt, desto mehr Geld spart man im Vergleich zu Verbrennerfahrzeugen. Diese Tatsache und die geringeren Kosten für Verschleiß und Wartung lassen Elektroautos prädestiniert erscheinen für den Car-Sharing- und Mietauto-Bereich.

Die Batterie bei Elektroautos ist die teuerste Fahrzeugkomponente. Die Preise für einen Lithium-Ionen-Akku sind seit 2010 um 88 % gesunken und werden noch weiter sinken. Schätzungen gehen davon aus, dass schon im Jahr 2024 die Unterschiede bei den Anschaffungskosten bei Elektroautos und Verbrennerfahrzeugen egalisiert sein werden. Dies sogar ohne Einrechnung der staatlichen Prämien.

CO2-Emissionen werden sowohl in Deutschland als auch in Österreich jedes Jahr höher bepreist werden, was einen weiteren Kostenvorteil für Elektroautos bringen wird.

Beim Vergleich der Restwerte kommt man aktuell auf einen ähnlichen Wertverlust von Verbrennern und Elektroautos. Dieser Vergleich könnte sich zugunsten des Elektroautos verschieben, wenn man zum Beispiel damit rechnet, dass in Zukunft vermehrt städtische Umweltzonen eingeführt werden.

Immer mehr verfügbare gebrauchte Elektroautos werden in naher Zukunft dazu führen, dass sich nicht jeder einen Neuwagen zulegen muss, der elektrisch unterwegs sein möchte.

Die Grafik weiter unten zeigt eine Bespielrechnung:

Gesamtkosten nach 5 Jahren:

Verbrenner: 57.825 € (VW Golf)

Elektroauto: 53.838 € (VW ID.3)

Amortisation der zu Beginn höheren Kosten des Elektroautos nach ca. 29 Monaten.

(Grafik: Klima- und Energiefonds Österreich)

Der Download detaillierter Informationen zu Österreich findet sich auf der Seite des Klima- und Energiefonds:
https://www.klimafonds.gv.at/press/e-autos-auf-dem-pruefstand-oekobilanz-faellt-klar-positiv-aus/

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