MG

MG Elektroautos bei INSTADRIVE

MG 5

MG 5


Batteriekapazität 61.1 kWh
Reichweite 380 km
Max. Leistung 115 kW

Zukünftige Elektroautos von MG

2024

MG Cyberster

Geschichte der Elektroautoentwicklung bei MG

Geschichte der Elektroautoentwicklung bei MG

Zugegeben, Fans des Motorsports werden die Automarke MG nicht mit Elektroautos in Verbindung bringen. Der ehemalig britische Hersteller punktete in der Vergangenheit eher mit Sportwagen und Limousinen, die alle ausnahmslos einen Verbrennungsmotor enthielten. Die neuere Geschichte von MG weist allerdings das Gegenteil auf; in Zukunft wird man die Marke MG immer mehr mit Elektroautos verbinden.

Traditionshersteller mit viel Geschichte

Das Unternehmen wurde 1923 in Oxford (England) unter dem vollständigen Namen „Morris Garages“ gegründet und kann seither auf eine lange ereignisreiche Entwicklung zurückblicken. Schon früh verlagerte man in der Geschichte von MG seinen Schwerpunkt auf robuste und einfache Sportwagen. Allen voran der „MG M-Type“ der ab 1929 produziert wurde und mit dem sich Morris Garages ein neues Marktsegment sicherte. Nebenbei wurden mit ihm die ersten Rennerfolge von MG eingefahren. Sowohl das Werksteam als auch Privatfahrer konnten mehrere Goldmedaillen mit dem Auto für sich verbuchen. Nach dem 2. Weltkrieg schaffte es das Unternehmen vereinzelt, Verkaufserfolge zu vermelden. Gerade in den Jahrzehnten nach Kriegsende wurden vermehrt Neuauflagen vergangener Fahrzeuge produziert. Unter anderem die „MG Magnette“, die als Limousine konzipiert war. Seit Mitte der 1950er-Jahre gehörte MG dem Nuffield-Konzern an und konnte dabei in konzeptioneller Hinsicht von den beiden renommierten Schwestermarken Morris und Austin profitieren. Trotz einzelner Erfolge auf dem amerikanischen Markt gelang es dem Automobilbauer jedoch nicht vollständig auf dem internationalen Feld zu brillieren.

Das schleichende Ende der englischen Herstellung

Ab 1980 war der Konzern vermehrt von wirtschaftlichen Turbulenzen geprägt. Nach etlichen Umfirmierungen und Übernahmen entstand die Rover Group. Diese versuchte sich 1993 an der Konzeption eines an den MGB-Fahrzeugtyp angelehnten Neufahrzeuges. Das Auto wurde dabei nur im Heimatland angeboten und erreichte gute Verkaufszahlen. 1994 erfolgte eine weitere Übernahme in der Geschichte von MG. Das Unternehmen wurde von BMW übernommen. Man brachte mit dem „MG F“ eine eigenständige MG-Konstruktion heraus und hoffte damit an den letzten Verkaufserfolg anzuknüpfen. Der Versuch scheiterte jedoch. Bereits 2000 verkaufte BMW die Rover Group, ohne die Marken Mini und Land Rover, an die Phoenix-Venture-Group. In den darauffolgenden Jahren versuchte man sich mit der neu geschaffenen MG Rover Group auf dem internationalen Automobilmarkt zu etablieren. So brachte man sportliche Automodelle in der „MG-Z-Serie“ heraus und probierte sich zusammen mit Lola Cars an der Teilnahme des berühmten 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dabei erzielte man allerdings nur mittelmäßige Erfolge. Das endgültige Aus der englischen Ära wurde 2005 eingeläutet. Nachdem sich die MG Rover Group auf dem internationalen Automobilmarkt nicht behaupten konnte, musste sie Konkurs anmelden.

Von „Little Britain“ zum Reich der Mitte

Die ehemals britische Automarke wurde 2005 von der chinesischen Nanjing Automobile Group übernommen. Hierbei sicherte man sich nicht nur die Markenrechte an MG, sondern übernahm zugleich die Werkseinrichtungen auf dem Festgelände Englands. Daher wurden noch bis 2016 einige Modelle in Birmingham endmontiert. Zwischen 2007 und April 2008 wurde Nanjing von der SAIC Motor Corporation Limited aufgekauft und ist bis heute (Stand: 2022) in deren Besitz. SAIC Motor ist der größte Automobilhersteller der Welt. Viele der älteren Konzepte von MG wurde abgewandelt und für bestehende Automarken innerhalb der SAIC Motor Corporation genutzt, wie zum Beispiel für die Marke Roewe.

Jetziger Stand und Ausblick auf die Zukunft

Mit der Übernahme durch SAIC kamen bei MG auch Elektroautos ins Spiel. Seit der Übernahme hat sich daher in Sachen Elektromobilität bei der Marke MG einiges getan. Schließlich möchte der Automobilhersteller nach eigenen Angaben „Elektromobilität bezahlbar machen“. Was ihm auf dem asiatischen Markt schon seit längerem geglückt ist, scheint sich auch auf dem europäischen Markt durchzusetzen. Hierbei setzt das chinesische Unternehmen auf eine nicht unerhebliche Produktpalette. Den Anfang machte MG mit seinem Elektroauto "MG ZS EV". Das Modell ist seit Anfang 2020 auf dem europäischen Markt verfügbar und stellt einen typischen SUV dar. Im Jahr 2021 folgte nicht nur ein Facelift des Autos, es wurden auch größere Akkukapazitäten verbaut. Im selben Atemzug erfolgte der Marktstart für den „MG Marvel R“. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen SUV, der allerdings eine höherwertige Ausstattung aufweist. Das Fahrzeug wurde gemeinsam mit Huawei entwickelt und ist das erste in Serie produzierte Fahrzeug, für das die 5G-Mobilfunktechnologie verfügbar ist. Aber auch anderweitig haben MGs Elektroautos die Nase vorn. So präsentierte das Unternehmen mit dem „MG5“ den ersten Elektrokombi auf dem Markt. Als Besonderheit verfügt das Auto dabei über einen Frontantrieb. Einen Lichtblick für Fans der klassischen MG-Linie stellte das Unternehmen 2022 vor. Fans von Sportwagen der Marke MG, die auf kein Elektroauto verzichten wollen, werden bei dem neu vorgestellten „Cyberster“ Herzklopfen kriegen. Das offene, zweisitzige Fahrzeug nimmt dabei Einflüsse des klassischen MGB Roadster auf. Ob klassischer Sportwagen, Kombi oder SUV, von MG wird man in Sachen Elektroauto auf jeden Fall immer mehr hören.